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Albumcover-Größe — Exakte Maße für Spotify, Apple Music, Vinyl und CD

Lacuna.fm Research Team
Albumcover-Größe — Exakte Maße für Spotify, Apple Music, Vinyl und CD

Wenn du nur eine Zahl brauchst, nimm diese: Erstelle dein Cover mit 3000 × 3000 Pixeln, exakt quadratisch, im RGB-Farbraum und als hochwertiges JPG. Eine solche Datei erfüllt die Anforderungen aller großen Streaming-Plattformen und Musikvertriebe auf dem heutigen Markt.

Der Rest dieses Leitfadens ist nötig, weil bei Albumcover-Maßen fast nichts so einfach ist. „Minimum“ und „Empfehlung“ bedeuten auf jeder Plattform etwas anderes, die meistzitierten Angaben im Netz stehen teilweise in keinem offiziellen Dokument, und für den Druck auf CD und Vinyl gilt eine völlig andere Rechnung. Alle folgenden Werte stammen aus veröffentlichten Vorgaben der jeweiligen Plattform oder Druckerei und sind direkt verlinkt.

Streaming-Vorgaben im Überblick

PlattformMinimumEmpfehlung / ObergrenzeFormatvorgaben
Spotify640 × 640bis zu 10,000 × 10,000TIFF/PNG/JPG, sRGB, 1:1, keine hochskalierten Bilder
Apple Music1400 × 14003000 × 3000 oder größerJPEG/PNG, nur RGB — CMYK wird abgelehnt
YouTube Music1400 × 1400 (empfohlenes Minimum)maximal 4098 × 4098PNG/JPEG, quadratisch
Deezer3000 × 3000 (für unabhängige Artists)maximal 4096 × 4096 bei der EinlieferungPNG/JPEG
Amazon Musickeine öffentliche Vorgabees gelten die Vorgaben deines Vertriebs
Tidalkeine öffentliche Vorgabees gelten die Vorgaben deines Vertriebs

Hinzu kommen die Musikvertriebe, über die die meisten unabhängigen Artists ihre Veröffentlichungen tatsächlich einreichen:

VertriebMinimumZiel / ObergrenzeVerbindliche Regeln
DistroKid1000 × 10003000 × 3000 „funktioniert am besten“nur JPG; RGB ist Pflicht (CMYK führt zu Fehlern); quadratisch wird dringend empfohlen
CD Baby1400 × 1400Obergrenze 3000 × 3000JPG/PNG/GIF, ≤25MB, exakt quadratisch, Covertext muss den Metadaten entsprechen
TuneCore1600 × 1600Obergrenze 3000 × 3000JPG/PNG/GIF, ≤10MB, exakt quadratisch

Woher 3000 × 3000 tatsächlich kommt

Spotify verlangt nirgends 3000 Pixel. Die offiziellen Cover-Art-Anforderungen akzeptieren quadratische Bilder von 640 × 640 bis zu 10,000 Pixeln als TIFF, PNG oder JPG in sRGB — mit einer wichtigen Einschränkung: Hochskalierte Bilder sind verboten.

Die Zahl 3000 entstand als Konvention der Musikvertriebe und wurde mit der Zeit zum Standard. Apple empfiehlt 3000 × 3000 (Minimum 1400 × 1400). DistroKid bezeichnet 3000 × 3000 als ideal, während CD Baby und TuneCore diesen Wert als Obergrenze festlegen. Deezer nennt 3000 × 3000 als Mindestgröße, die unabhängige Artists vorbereiten sollen. Wenn Obergrenzen und Empfehlungen bei derselben Zahl zusammenlaufen, wird diese Zahl zum Standard.

Bei den Mindestgrößen herrscht dagegen keinerlei Einigkeit: 1000 bei DistroKid, 1400 bei CD Baby und Apple, 1600 bei TuneCore und 640 bei Spotify selbst. Reicht also ein Cover mit 2000 × 2000? Es passiert jede der genannten Hürden, bleibt aber unter Apples Empfehlung und unter beiden Obergrenzen. Keine Plattform belohnt die kleinere Datei. Es gibt keinen Grund, vor 3000 aufzuhören.

Zwei Regeln sind weniger sichtbar als die Pixelmaße und führen häufiger zu Ablehnungen. Der Farbmodus muss RGB sein — Apples Asset Guide erklärt ausdrücklich, dass CMYK-Dateien „nicht akzeptiert werden“, und der Uploader von DistroKid bricht bei ihnen mit einem Fehler ab. Außerdem lehnen Spotify und Apple Bilder ausdrücklich ab, die aus kleineren Originalen hochskaliert wurden. Eine unscharfe Vergrößerung gilt als Qualitätsmangel, nicht als Ausweg.

Covergrößen im Maßstab4096 — 4x hochskalierte Masterdatei3713 — 12"-Vinyl bei 300 DPI3000 — Vertriebsstandard1600 — TuneCore-Minimum1400 — Apple-Minimum640 — Spotify-Minimum

Im Druck zählen Zoll, nicht Pixel

Physische Formate werden in Zoll definiert, und Presswerke rechnen mit 300 DPI — die Regel von Disc Makers lautet schlicht: Zoll × 300. Daraus ergeben sich andere Zielwerte:

FormatPhysisches MaßPixel bei 300 DPIMit 1/8" Beschnitt
Cover des CD-Booklets4.75" × 4.75" (120 mm)1425 × 14251500 × 1500
Hülle einer 7"-Single7.25" × 7.25"2175 × 21752250 × 2250
Hülle einer 12"-LP12.375" × 12.375"3713 × 37133788 × 3788

Das Maß der 12"-Hülle ist die branchenübliche Nenngröße, unabhängig bestätigt von Disc Makers und dem Presswerk Microforum. Einzelne Werke schneiden um wenige Hundertstel Zoll unterschiedlich, deshalb sollte die finale Druckdatei immer auf der Vorlage des konkreten Presswerks angelegt werden.

An dieser Stelle reicht der Streaming-Standard nicht mehr aus:

242 DPI
ein 3000px-Cover auf einer 12"-Vinylhülle
unter der Untergrenze von 300 DPI
631 DPI
dieselbe Datei auf einem CD-Booklet
mehr als doppelt so hoch wie erforderlich
3713 px
was eine 12"-Hülle bei 300 DPI tatsächlich benötigt
3788 px mit Beschnitt

Eine Datei mit 3000 × 3000 Pixeln, verteilt auf 12.375 Zoll, ergibt ungefähr 242 DPI — rund 20% weniger als das Minimum von 300 DPI, das United Record Pressing, Disc Makers und duplication.com verlangen. Auf einem 4.75 Zoll großen CD-Booklet erreicht dieselbe Datei 631 DPI. Deshalb lässt sich ein Streaming-taugliches Cover problemlos auf CD, aber nicht auf Vinyl drucken.

Für den Druck kommen außerdem zwei Anforderungen hinzu, die Streaming-Dateien nie erfüllen müssen. Das Artwork benötigt an allen vier Seiten 1/8" Beschnitt: Das Bild reicht über die Schnittkante hinaus, damit ein ungenauer Schnitt kein weißes Papier sichtbar macht. Zusätzlich hält ein Sicherheitsabstand von ebenfalls 1/8" Text von der Kante fern. Presswerke drucken zudem in CMYK — dem Gegenteil des RGB-Farbraums, den alle Streaming-Plattformen verlangen. Die Konvertierung und die damit verbundene leichte Farbverschiebung sollten daher bewusst erfolgen und nicht unbemerkt in einem Uploader.

Beschnitt, Schnittkante und SicherheitsabstandBeschnittkante — Artwork reicht bis hierSchnittlinie — das fertige CoverSicherheitsabstand — Text bleibt innen1/8" zwischen den Linien laut Druckvorgaben des Presswerks

Die Sonderformate rund um das Cover

Eine Veröffentlichung braucht meist mehr als nur das Quadrat. Für diese ergänzenden Assets veröffentlichen die Plattformen eigene Vorgaben — und in einem Fall ausdrücklich keine:

  • Spotify Canvas — das geloopte Visual hinter einem Track — ist laut den offiziellen Canvas-Richtlinien ein vertikales MP4 oder JPG im Format 9:16, 720 bis 1080 Pixel hoch und 3 bis 8 Sekunden lang.
  • Spotify-Artistprofile verlangen gemäß den Richtlinien für Artist-Bilder einen Avatar mit mindestens 750 × 750 und ein Headerbild mit mindestens 2660 × 1140. Text oder Werbung sind in beiden Bildern verboten.
  • Spotify-Playlist-Cover sind der hartnäckige Mythos: Die oft zitierte Vorgabe „300 × 300 JPEG unter 4MB“ findet sich nirgends in der aktuellen Spotify-Dokumentation. Dort stehen Inhaltsregeln, aber keinerlei technische Spezifikationen.
  • SoundCloud verlangt nur 800 × 800 für einen direkten Track-Upload (unter 2MB). Sobald du jedoch über SoundCloud an externe Stores vertreibst, steigen die Vertriebsrichtlinien auf verbindliche 3000 × 3000 bei 300 DPI.
  • Bandcamp verlangt ein Quadrat mit mindestens 1400 × 1400 und gibt die ehrlichste Empfehlung in diesem Bereich: „Größer ist besser.“ Ohne Artwork wird eine Veröffentlichung vollständig aus der Suche und aus Discover ausgeschlossen.

Warum Cover trotz korrekter Pixelmaße abgelehnt werden

Musikvertriebe lehnen deutlich mehr Cover wegen ihres Inhalts als wegen der Auflösung ab. Die Regeln sind streng, konkret und bei DistroKid, CD Baby und TuneCore weitgehend identisch:

  • Keine URLs, QR-Codes, E-Mail-Adressen oder Preise. An keiner Stelle des Bildes.
  • Keine Social-Media-Logos oder Handles und keine Namen oder Logos von Stores — „iTunes Exclusive“ führt zur Ablehnung der Veröffentlichung.
  • Keine Hinweise auf physische oder konkurrierende Formate: Begriffe wie „CD“, „DVD“ oder „Digital Exclusive“ auf einem digitalen Cover lösen eine Ablehnung aus.
  • Keine unscharfen, verpixelten, gestreckten oder gedrehten Bilder — hier greift auch das Verbot des Hochskalierens.
  • Covertext und Metadaten müssen bei CD Baby und TuneCore exakt übereinstimmen. Das Beispiel von CD Baby: Steht im Artist-Feld „Bruce Springsteen“, fällt ein Cover mit der Aufschrift „Bruce Springsteen & The E Street Band“ durch.

Jeder Dienst hat außerdem eine eigene Sonderregel: DistroKid kann dasselbe Artwork bei verschiedenen Veröffentlichungen ablehnen, CD Baby verbietet zeitgebundene Wörter wie „new“, und TuneCore lehnt Layouts ab, bei denen das Bild in einer Ecke einer ansonsten leeren Fläche sitzt. Der Vertrieb von SoundCloud ergänzt 2026 eine weitere wichtige Vorgabe: Für KI-generiertes Artwork musst du eine Lizenzdokumentation vorlegen, die deine Nutzungsrechte belegt.

Eine Masterdatei für alle Vorgaben

Die praktische Konsequenz ist kein einzelner Wert, sondern ein Arbeitsablauf. Erstelle oder gestalte das Cover einmal als Quadrat, produziere eine hochauflösende Masterdatei und leite alle Ausgabeformate durch Herunterskalieren davon ab — niemals durch Hochskalieren:

Lacuna Albumcover-Generator mit quadratischem Cover-Prompt sowie Einstellungen für 1:1-Format, Qualität und Anzahl
Beginne mit einem quadratischen Briefing. Das 1:1-Format steht schon vor der Generierung fest, sodass jedes Ergebnis von Anfang an als Albumcover angelegt ist.
  1. Masterdatei mit 4096 × 4096. Das reicht einschließlich Beschnitt für die 12"-Vinylhülle (3788), und durch Herunterskalieren entstehen saubere Dateien für alle anderen Zwecke.
  2. Für den Vertrieb mit 3000 × 3000 exportieren — nicht größer als die Obergrenze eines Vertriebs, exakt auf der Empfehlung von Apple und Deezer und deutlich über jedem Minimum.
  3. Für Stores RGB beibehalten und erst für den Druck in CMYK konvertieren — auf der Vorlage des Presswerks und mit Beschnitt.
Fertiges quadratisches Albumcover in Lacuna mit Schaltflächen für den 4K-Download und den normalen Download
Das fertige quadratische Cover steht als 4K-Download bereit — die 4096 × 4096 große Masterdatei für den oben beschriebenen Vinyl-Workflow.

Genau diesem Ablauf folgt der Lacuna Albumcover-Generator: Cover werden aus einem Text-Prompt oder Referenzbild als Quadrat erzeugt, anschließend erstellt eine 4x-Hochskalierung mit einem Klick die 4096 × 4096 große Masterdatei — genug für die 300 DPI-Hürde bei Vinyl und jede Streaming-Anforderung in diesem Leitfaden. Die Inhaltsregeln kann allerdings kein Tool automatisieren: Prüfe das Cover vor dem Upload auf unbeabsichtigten Text, Logos und alle Angaben, die deinen Metadaten widersprechen. Nicht die Pixelzahl, sondern genau das führt in der Praxis zu Ablehnungen.